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Wie ich zur Freimaurerei gekommen bin? Nun, “Unverhofft kommt oft“ könnte man sagen. Mit der Freimaurerei selber habe ich mich zuvor nie richtig beschäftigt. Die Begriffe Freimaurer und Loge waren mir zwar geläufig, aber was sich genau dahinter verbarg wusste ich nicht. Es war purer Zufall, dass meine Frau als Musikerin samt Band von der Loge für einen musikalischen Abend engagiert wurde und ich deshalb mit in die Loge gekommen bin. An diesem Abend bin ich nach dem Konzert mit einigen Logenbrüdern bei einem Bier nett ins Gespräch gekommen, wobei wir uns im wahrsten Sinne des Wortes über Gott und die Welt unterhalten haben. Mich haben insbesondere die Freundlichkeit und das ernsthafte Interesse, aber auch die durchaus tiefgründigen Gespräche überrascht und erfreut.

Bevor ich`s vergesse, mein Name ist Michael Fischer, ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe neben der Loge noch einige weitere Hobbys. Dazu noch eine Familie mit zwei kleinen Kindern, die mich daran erinnern, dass es neben der Freimaurerei auch andere wichtige Dinge im Leben gibt.

Ich hatte schon vorher Interesse an philosophischen bzw. freimaurerischen Themen, wie z. B. Toleranz, Brüderlichkeit, Arbeit an sich selber, etc., nur keine Gesprächspartner, mit denen ich mich hierüber nach Lust und Laune austauschen konnte. Selbstverständlich gab es den einen oder anderen Bekannten, aber doch keinen, wie soll ich sagen, „dauerhaften und interessanten Gesprächskreis“. So habe ich das Angebot der Brüder, doch einmal an einem Bruderabend unverbindlich teilzunehmen oder Vorträge zu besuchen, gerne angenommen. Auch hier war ich überrascht, welch unterschiedliche Menschen der Loge angehören und wie vielfältig und interessant die Loge dadurch ist. Ich wurde bei jedem Besuch sehr herzlich aufgenommen und spürte ehrliches Interesse an meiner Person. So etwas hatte ich in dieser Form noch nicht kennen gelernt. Auch waren alle Brüder offen für Gespräche, so dass sich z. B. auf Grund der sehr unterschiedlichen Berufe überaus interessante Themen ergaben.

Selbst jetzt, nach nunmehr 7 ½ Jahren Logenzugehörigkeit, freue ich mich, diesen Schritt gegangen zu sein. Die Loge bereichert auch weiterhin mein Leben, indem ich nicht nur „im eigenen Saft brate“, sondern durch Logenbrüder viele interessante (geistige) Anregungen bekomme bzw. auf Themen aufmerksam gemacht werde. Die Loge ist zwar ein Verein, gleichwohl habe ich hier eine „Vereinsmeierei“ nicht erlebt. In der Loge wird vielmehr Toleranz untereinander gelebt, man geht brüderlich miteinander um. Jeder entscheidet selbst, ob und in welcher Form er sich in der Loge engagieren möchte. So kann man auch getrost mal eine „Auszeit“ von der Freimaurerei nehmen, wenn andere Dinge, wie z. B. Beruf und Familie, vorgehen. Mein Logenamt ist seit 2007 das des 1. Aufsehers. Vereinsrechtlich bin ich damit der Vertreter des Logenmeisters.

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In unserer rituellen Sprache bezeichnen wir die Herren, die bei uns aufgenommen werden wollen, als Suchende. Ich finde, das ist ein sehr treffender Ausdruck.

Bevor ich 1996 in der Freimauer-Loge aufgenommen wurde, war auch ich auf der Suche nach einer geistigen Betätigung. Ich hatte die Gründung eines Literaturkreises in Erwägung gezogen, die Beschäftigung mit der buddhistischen Vorstellungswelt war ein anderer Ansatz, und erste Begegnungen mit der Freimaurerei kamen dazu. Besuche in der Loge, Gespräche mit den Brüdern und Studium der Literatur zu dem Thema ließen in mir die Überzeugung reifen, dass ich hier das Gesuchte finden könnte. Nach einer gewisssen Zeit war ich mit der Besucherrolle nicht mehr zufrieden. Es war klar, wenn ich dazugehören wollte, müsste ich einen Aufnahmeantrag stellen, was ich dann getan und bis heute nicht bereut habe.

Nach der Aufnahme hatte ich dann nach einem Jahr die Aufgabe des Sekretärs übernommen und 12 Jahre später haben mich die Brüder zum Logenmeister, und damit zum Vorsitzenden dieser Loge gewählt. Im Januar 2010 wurde ich in dieses Amt eingesetzt.

Noch nicht beantwortet ist die Frage, was ich den eigentlich in der Loge und in der Freimaurerei gefunden habe. Beeindruckt hatte mich die positive, tolerante Geisteshaltung der Brüder, der Umgang mit Kritik und Konflikten, die geistige Beweglichkeit gerade auch der älteren Brüder einerseits, andererseits die Tatsache, das die Rituale der Freimaurei Denkanstöße und Raum zur Rückbesinnung bieten, aber keine Vorgaben machen. Jeder muss seinen eigenen Weg zur persönlichen Weiterentwicklung finden, jeder nach seinen Möglichkeiten. Dieses soll und wird sich in der privaten und geschäftlichen Umgebung nur positiv auswirken.

Jetzt könnten Sie einwenden, eine persönliche Weiterentwicklung ist auch außerhalb der Loge möglich. Selbstverständlich ist es das. Es ist hier nur eine Möglichkeit unter vielen anderen. Aber eine besonders schöne und erfolgreiche Möglichkeit. Die positive Wirkung der brüderlichen Gemeinschaft sollte nicht unterschätzt werden, sie ist seit fast 300 Jahren ein Erfolgsmodell. 

Es ist unmöglich, in dieser kurzen Vorstellung alle Aspekte der Freimaurerei zu beschreiben. Wenn Sie sich dafür interessieren, suchen Sie den Kontakt zu uns!

Damit schließe ich den Bogen zu dem eingangs erwähnten Suchenden.

Es ist ja nicht schwer, den Kontakt zu uns herzustellen: wenn Sie diese Zeilen lesen, haben Sie uns ja bereits gefunden.

Mein Name ist Harald Lübben, 1949 geboren, seit 1971 als Diplom Ingenieur in einem Telekommunikations-unternehmen beschäftigt und seit 2008 im Ruhestand, verheiratet, 1 Sohn, 1 Enkeltochter.

Ich grüße Sie herzlich!

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Ich wuchs mit meinen zwei älteren Schwestern auf und wünschte mir als Kind immer einen Bruder. Dass ich mal viele Brüder haben werde, hätte ich vor ein paar Jahren noch für absurd gehalten.
Schuld war eigentlich eine ältere Schwester, die aus welchem Grund auch immer in meiner Abwesenheit den Spruch in die Runde warf, ich hätte meine Seele an die Freimaurer verkauft. Als ich davon hörte, war mir klar, dass Sie dieses nicht positiv meinte. Ich aber wollte es genauer wissen und fing an zu googeln.
Ich fand viele Verschwörungstheorien und auch viele positive Äußerungen. Zu meinen Erstaunen waren die mittelalterlich anmuteten Freimaurer auch durch die Wirren der Vergangenheit nicht vergessen bzw. verboten worden, sondern es gibt Sie immer noch und sie haben sogar eine Webseite mit sehr ehrbaren Aussagen.
Ich nahm Kontakt über das Online-Formular auf und hätte nie damit gerechnet, dass ich zum nächsten Gäste-Abend eingeladen werde würde. Mit sehr gemischten Gefühlen nahm ich daran teil.
Heute bin ich fester Bestandteil der Loge und die Freimaurerei ist ist fester Bestandteil in meinen Leben geworden, diese wird auch von meiner Familie getragen. Trotz einer 6-Tage-Woche und einer weiteren Anreise freue ich mich jede Woche auf meine Brüder und versuche möglichst immer präsent zu sein.
Manfred Krüger, II. GRAD, selbst. Kaufmann, 46 Jahre

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Eins gibt es, was mich ein wenig ärgert: Ich hätte schon früher dabei sein sollen. Als 72-Jähriger gehöre ich zwar noch nicht zu den ganz Alten, aber ich bin ja auch erst seit 1992 dabei. Mein Name ist Albert Rathjen, ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Als gelernter Kraftfahrzeugmeister war ich 39 Jahre als Maschinenverkäufer tätig. Mein Logenamt war bis 2007 das des 1. Aufsehers. Vereinsrechtlich war ich damit der Vertreter des Logenmeisters.

Was ich an der Freimaurerei schätze? Ich komme ein- oder zweimal pro Woche mit echten Freunden zusammen. Da verspricht sich keiner einen materiellen Vorteil. Wissen Sie, ich kenne die freie und soziale Marktwirtschaft. Da wird oft mit sehr harten Bandagen gekämpft. Und manchmal kommt mir auch die Wahrheit etwas zu kurz. Die Loge ist so eine Art Oase für meine Seele. Wir üben Gelassenheit und Toleranz auch anderen Meinungen gegenüber.

Mir ist aber auch wichtig, dass man solche Werte nicht nur auf den Lippen trägt. Nein, man muss sie leben. Und das ist es, was ich auch in meinem Beruf und in der Familie umsetzen wollte; ich will es kurz sagen: Wahrhaftigkeit hat für mich einen hohen Stellenwert. Aber das ist nicht das Einzige: Früher habe ich viele Dinge, die mir unangenehm waren, verdrängt, zum Beispiel den Tod. Heute habe ich ein ganz anderes Verhältnis dazu.